So funktioniert der Akku-Tourenrechner
Der Rechner zerlegt deine Tour in ihre Untergründe. Für jeden Abschnitt berechnet er mit echter Fahrphysik, wie viel Energie der Motor liefern muss: gegen den Rollwiderstand (auf Schotter und Waldwegen deutlich höher als auf Asphalt), den Luftwiderstand und die Steigungen aus deinem Streckenprofil oder deinen Höhenmetern. Die Summe ist der Energiebedarf deiner Tour in Wattstunden.
Diesen Bedarf vergleicht der Rechner mit dem, was dein Akku tatsächlich liefern kann – abhängig von Kapazität, Ladestand beim Start, Alter und Temperatur. Heraus kommt der Restakku am Ziel und eine klare Ampel.
Was die Ampel bedeutet
| Ampel | Restakku am Ziel | Empfehlung |
|---|---|---|
| Reicht locker | über 20 % | Genug Puffer für Umwege und Gegenwind |
| Wird knapp | 5–20 % | Machbar, aber Stufe bewusst wählen |
| Reicht nicht | unter 5 % | Niedrigere Stufe, Ladestopp oder Zweitakku |
Tipps für die Tourenplanung mit dem E-Bike
- Höhenmeter übernehmen: Komoot, Strava oder Outdooractive zeigen die Höhenmeter deiner Route – die sind genauer als jedes Profil.
- Untergrund prüfen: Die meisten Routenplaner zeigen den Anteil von Asphalt, Schotter und Pfaden direkt an.
- Stufen mischen: In der Ebene Eco, am Berg Tour oder Turbo – so kommst du weiter als mit einer festen Stufe.
- Ladestopp einplanen: Viele Cafés und Gasthöfe bieten Lademöglichkeiten. Eine Stunde Pause bringt je nach Ladegerät 25–50 % Akku.
- Im Winter großzügig planen: Kälte kostet schnell 20–30 % der nutzbaren Kapazität.
Häufige Fragen
Wie finde ich heraus, ob mein E-Bike-Akku für eine Tour reicht?
Gib die Kilometer je Untergrund, das Streckenprofil oder die Höhenmeter sowie Motor, Akku und Unterstützungsstufe ein. Der Rechner ermittelt den Energiebedarf der Tour und zeigt, mit wie viel Prozent Akku du am Ziel ankommst.
Wie viel Reserve sollte ich am Ende einer E-Bike-Tour einplanen?
Plane mindestens 15 bis 20 Prozent Restakku ein. Gegenwind, Umwege, Kälte oder ein steilerer Anstieg als gedacht können den Verbrauch schnell um 10 bis 20 Prozent erhöhen.
Verbraucht ein E-Bike auf Schotter und Waldwegen mehr Akku?
Ja. Der Rollwiderstand ist auf Schotter etwa anderthalbmal und auf Waldwegen oder Trails mehr als doppelt so hoch wie auf Asphalt. Dadurch steigt der Verbrauch pro Kilometer deutlich, vor allem bei hoher Unterstützung.
Was tun, wenn der Akku für die geplante Tour nicht reicht?
Eine niedrigere Unterstützungsstufe wählen, nur an Anstiegen hochschalten, einen Zwischenstopp mit Lademöglichkeit einplanen oder einen Zweitakku bzw. Range Extender mitnehmen.